Zur allgemeinen Überraschung besitzt das Emirat eine große Tier- und Pflanzenwelt, obwohl es von großen, kargen Wüstenflächen überzogen ist und nur sehr wenig Niederschlag fällt. Trotz des sehr hohen Salzgehalt des Bodens und raue Umgebung, sind über 3.500 Pflanzen in dem Emirat beheimatet. Botaniker nennen sie „Halophyten". Zu dieser Gattung zählen Salsola imbricata, Zygophyllum mandavillei und tamarix. Gräser wie Panicum turgidum, Pannisetum divisum und Haloxylon salicornicum wachsen in verschiedenen Wüstenabschnitten.
Die Pflanzen scheinen sich also perfekt an die Bedingungen angepasst zu haben. Große Mangroven wachsen in zahlreichen Küsten- und Inselgewässern. In den Salztonebenen sind Sukkulenten und Kakteen zu finden. Annehmbare Lebensbedingungen für Bäume, Sträucher und Blumen bieten sich entlang der wasserführenden Wadis. Selbst in der Wüste gedeihen sehr widerstandsfähige Gräser und Büsche, abgesehen von den höchsten Dünen. Eindeutig zu dem Wüstenwunder gehören Pflanzen, die trotz jahrelanger Trockenphase nach ein oder zwei Regenschauern wieder erblühen. Eine große Anzahl an Pflanzen wurde von Menschenhand angebaut, wie zum Beispiel die großen Dattelpalmen. Gemüse oder Obst gedeihen aber in extra gekühlten Gewächshäusern, da gerade im Sommer die Außentemperaturen zu hoch sind.
Im Leben der Beduinen stand die Palme, wie auch die Kamele im Mittelpunkt. Das Kamel wurde für die Behausung, Kleidung, Fleisch, Milch und Transport eingesetzt. Zu jeder Mahlzeit gehört die Dattelfrucht dazu, die das wichtigste einheimische Nahrungsmittel darstellt. Früher wurden aus dem Stamm der Palme Seile hergestellt, ebenso Matten und Körbe gewebt. Die Dattelpalme selber ziert im großen Stil die großen Straßen in der Stadt, Palastgärten und die Oasen draußen in der Wüste.
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